Haßbergkreis. Bioabfälle sind die mengenmäßig größte Abfallfraktion in unseren Haushalten – noch vor Hausmüll und Altpapier.
Im Landkreis Haßberge wurden 2024 pro Kopf 84 Kilogramm Bioabfall getrennt erfasst und verwertet.
In Kompostierungsanlagen entsteht daraus wertvoller Kompost, der von Landwirten zum Humusaufbau und als natürlicher Dünger genutzt wird. Entscheidend für die Qualität ist die Reinheit des Materials: Fremdstoffe wie Plastikbeutel, Windeln, Glas oder Chipstüten gehören nicht in die Biotonne.
Seit Mai 2025 gilt eine verschärfte Bioabfallverordnung: Tonnen mit mehr als drei Prozent Fremdstoffen oder mehr als einem Prozent Kunststoffanteil können zurückgewiesen werden. Biomüllkontrollen sollen die Einhaltung prüfen – falsch befüllte Tonnen bleiben stehen.
Auch kompostierbare Biobeutel sind keine gute Lösung: Sie zersetzen sich zu langsam, stören den Rotteprozess und werden als Restmüll aussortiert. Empfohlen sind Papiertüten aus Recyclingpapier, Küchenkrepp oder Zeitungspapier. Ein Eierkarton am Tonnenboden hilft zudem gegen Feuchtigkeit.
Mit einer neuen Kampagne macht der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises auf die Problematik aufmerksam. Plakatmotive im ganzen Kreisgebiet sollen für sauberen Biomüll sensibilisieren und zur besseren Mülltrennung motivieren.
Mehr Infos gibt es unter www.awhas.de oder telefonisch bei der Abfallberatung unter 09521/27-712.
Bild: Mit solche Plakaten möchte der Abfallwirtschaftsbetrieb für sauberen Biomüll werben. Foto: Carina Ackva/AWHAS




