Allgemein Haßfurt

Erst ein Lächeln und dann eine Unterschrift für Kinder

13. Februar 2026

Unterhohenried. Es war ein tolles Bild, das am Sonntagvormittag auf dem Spielplatz Brunnenweg gemacht wurde.

Gut 100 Menschen schenkten ihr Lächeln für den Erhalt des in die Jahre gekommenen Spielplatz, der dringend sanierungsbedürftig wäre.

„Mit so einer Resonanz hätten wir nie gerechnet“, freut sich Melanie Martin, ein der Initiatorinnen der Aktion. Gemeinsam mit Sophia Breitung, Maike Heinisch und vielen weiteren jungen Eltern aus Unterhohenried kämpft sie für den Spielplatz. Das Bild und die geschenkten Lächeln gehen an Antenne Bayern.

Beim Radiosender bewirbt sich die Initiative, die aus der Krabbelgruppe hervorgegangen ist für das „Herzensprojekt 2026“. Ziel: Die Restaurierung der bestehenden Spielgeräte auf den beiden Spielplätzen in Unterhohenried und deren Modernisierung.

„Es sollen Spielmöglichkeiten für die Jüngsten, Sportangebote für größere Kinder, aber auch ruhige Bereiche zum Sitzen und Beobachten entstehen“, erläutert Sophia Breitung. Dass der Spielplatz im Brunnenweg ein neues Gesicht vertragen könnte, erkennt man schnell. Ein gesperrtes Klettergerüst, eine schon vor Jahren abgebaute Rutsche und Spielgeräte, die seit zwei Jahrzehnten nicht ausgetauscht wurden. Es gibt offensichtlichen Nachholbedarf.

Deswegen gehen Sophia Breitung und ihre Mitstreiterinnen noch weiter. Sie wollen einen Bürgerantrag an den Stadtrat stellen, damit der sich mit dem Erhalt und der Sanierung des Spielplatzes im Brunnenweg, der seit mehr als 20 Jahren besteht, befasst. Momentan werden Unterschriften gesammelt. 435 sind nötig, damit der Spielplatz auf die Tagesordnung kommt.

Unterschreiben dürfen alle Bewohner aus Haßfurt und seinen Stadtteilen. Listen liegen unter anderem in der Walther-Tankstelle in der Zeiler Straße oder im Bürgerbüro der SPD-Bundestagsabgeordneten Sabine Dittmar aus. „Wir freuen uns über jeden, der uns unterstützt“, erklärt Maike Heinisch.

Hintergrund des Antrags ist neben dem klar zu erkennenden Sanierungsbedarf auch, dass es von städtischer Seite offenbar Pläne gibt, den Spielplatz aufzugeben und stattdessen dort Bauplätze auszuweisen.

Für Melanie Martin nicht nachvollziehbar. „Es gibt definitiv Bedarf für den Spielplatz!“ In der Siedlung rund um den Brunnenweg leben derzeit Familien mit zehn Kindern im Alter von vier Jahren oder jünger. Es habe sich im Dorf zudem eine stetig wachsende Spielgruppe mit über 20 Kindern gebildet. Für diese sollte der Spielplatz ein zentraler Treffpunkt und Aufenthaltsort sein.

Der aktuelle Zustand des Spielplatzes – fehlende Spielgeräte, mangelhafte Ausstattung sowie eine insgesamt eingeschränkte Nutzbarkeit – verhindere dies jedoch erheblich. Die zunehmend geringere Frequentierung sei daher keinesfalls als Ausdruck eines fehlenden Bedarfs zu verstehen, sondern vielmehr die unmittelbare Folge jahrelang ausbleibender Instandhaltungsmaßnahmen und Investitionen.

Weitere Infos und auch Unterschriftenlisten zum Herunterladen gibt es hier: www.spielplatz-brunnenweg.de

 

Mehr als 100 Menschen schenkten am Sonntagvormittag ihr Lächeln für die Sanierung des Spielplatzes im Brunnenweg im Rahmen des „Herzensprojekt 2026“ bei Antenne Bayern. Foto: privat

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