Zeil/Ebelsbach. Mit dem neuen terroir f-Punkt zwischen Ziegelanger und Steinbach bekommt das Abt-Degen-Weintal einen magischen Ort mit Weitblick – im wahrsten Sinne des Wortes.
Eingebettet in die Lage „Steinbacher Nonnenberg“ lädt die architektonisch markante „Himmelsleiter“ Besucherinnen und Besucher dazu ein, über die Kulturlandschaft zu blicken und zugleich in die ökologische Vielfalt des Weinbaus einzutauchen.
Die Eröffnung des 22. und damit letzten terroir f-Standorts markiert den Abschluss eines Projekts, das den fränkischen Weintourismus über Jahre hinweg geprägt hat. Das Thema am neuen Standort: „Wein + Biodiversität“ – ein bewusster Fokus auf Artenvielfalt, nachhaltige Bewirtschaftung und die Rolle des Weinbaus im ökologischen Gleichgewicht.
Zur Einweihung kamen Vertreter aus Politik, Weinbau und Tourismus zusammen. Staatssekretär Martin Schöffel, der für Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber sprach, lobte die Verbindung von Tradition und Innovation: „Nirgendwo anders verschmelzen Natur, Genuss, Tradition und Tourismus so perfekt wie im Wein.“
Mit der offiziellen Eröffnung endet ein Entwicklungsprozess, der 2008 mit einer Idee begann, 2012 mit dem ersten Standort in Iphofen umgesetzt wurde und nun in der Region Zeil/Ebelsbach seinen krönenden Abschluss findet.
Thomas Stadelmann, Vorsitzender des Abt-Degen-Weintals, sprach von einem bedeutenden Moment: „Heute ist ein besonderer Tag für das Abt-Degen-Weintal – und zugleich für unsere Nachbarkommunen Zeil am Main und Ebelsbach.“
Auch der Blick von der Himmelsleiter auf das Maintal bleibt bei vielen Gästen nicht ohne Eindruck. Michael Ziegler, stellvertretender Landrat, beschrieb ihn mit bewegenden Worten: „Hier fühlt man sich fast wie im Himmel – erfüllt von dem Glück, in einer so einzigartig schönen Heimat leben zu dürfen.“
Finanziert wurde das Projekt gemeinschaftlich: Neben der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, die die Hälfte der Kosten übernahm, beteiligten sich der Landkreis Haßberge mit 30.000 Euro sowie acht Kommunen mit jeweils 10.000 Euro. Weitere Mittel kamen von Sponsoren und Winzern. Insgesamt beliefen sich die Investitionen auf rund 330.000 Euro.
Der neue terroir f-Punkt ist aber nicht nur ein landschaftliches Highlight, sondern Teil eines europaweit einmaligen Konzepts. Dr. Hermann Kolesch, Vorsitzender des Arbeitskreises Franken – Wein.Schöner.Land, sieht in der Reihe „einen überwältigenden Erfolg“. Auch für den Fränkischen Weinbauverband ist der Standort ein Gewinn. Präsident Artur Steinmann sagte: „Wir sind als Fränkischer Weinbauverband glücklich, dass das östliche Eingangstor zur Weinbauregion Franken nun auch einen terroir f Punkt hat.“
Weinkönigin Antonia Kraiß brachte es auf den Punkt: „Die terroir f Punkte schaffen Erlebnisse, die weit über den reinen Weingenuss hinausgehen.“
Alle Standorte sind über die Plattform www.terroir-f.com digital vernetzt. Die Web-App bietet vertiefende Informationen, Videos und interaktive Inhalte rund um die Themen Wein, Landschaft und Nachhaltigkeit – und macht die „magischen Orte des Frankenweins“ so auch digital erlebbar.
Bild: Der terroir f Punkt Abt Degen Weintal wurde am 01.09.2025 eröffnet. Staatssekretär Martin Schöffel (4. v. l. ), der erste Vorsitzende des Abt Degen Weintals, Thomas Stadelmann (hintere Reihe 1. v. .r.) und Dr. Hermann Kolesch (1. v. l. ) hielten unter anderem Reden zur Eröffnung. Foto: Monika Göhr / LRA




