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Startchancen-Programm für bessere Bildungschancen startet – „Gute Antwort auf eine der größten schulpolitischen Herausforderungen!“

9. Februar 2024

Haßberkreis. In der vergangenen Woche hat die Bundesregierung mit dem Startchancen-Programm ein ebenso großes wie wichtiges bildungspolitisches Schulprogramm auf den Weg gebracht, von dem auch Schulen im Landkreis profitieren können, wie die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar mitteilt.

„Das Programm ist eine gute Antwort auf eine der größten schulpolitischen Herausforderungen, die es aktuell zu stemmen gibt“, erklärt Sabine Dittmar. Diverse Bildungsstudien bescheinigen zunehmende und teilweise starke Kompetenzdefizite und Chancenungleichheit unter Schülern.

Zuletzt hatte die PISA-Studie große Defizite offenbart. Die Jugendlichen in Deutschland schnitten in Mathematik, im Lesen und in Naturwissenschaften deutlich schlechter ab als noch 2018. Am stärksten betroffen sind junge Menschen aus sozioökonomisch benachteiligten Familien. Gerade deshalb müsse man die Öffnung von Schulen im Sozialraum stärken und die Bildungschancen junger Menschen vom Elternhaus weiter entkoppeln.

Bund und Länder geben in den nächsten zehn Jahren jeweils zehn Milliarden Euro aus, um Schulen in herausfordernden sozialen Lagen zu unterstützen. Deutschlandweit werden dadurch rund 4000 Schulen gefördert, davon sind 60 Prozent Grundschulen.

Für Bayern bedeutet dies nach den ersten Schätzungen, dass etwa 580 Schulen gefördert werden, mehr als 320 davon werden Grundschulen sein. „Das ist eine stolze Zahl und kann sich sehen lassen“, sagt Sabine Dittmar und hofft, dass auch Schulen aus der Region Teil des Programms werden. Die Schulen sollen aktuell von den Ländern nach landeseigenen Sozialindizes ausgewählt werden.

Das Programm besteht aus drei Fördersäulen. So können Investitionen in die Schulgebäude und deren Ausstattung getätigt werden. Es werden Mittel für multiprofessionelle Teams bereitgestellt und den Schulen ein individuelles Chancenbudget zur Verfügung gestellt, mit dem sie ganz spezifisch dort fördern können, wo es am dringendsten benötigt wird.

Das Programm läutet erstmals einen Paradigmenwechsel in der finanziellen Förderung des Bundes ein. So wird das Geld nicht mehr nach Steueraufkommen und Einwohnerzahl verteilt, sondern folgt sozialen Kriterien wie der Armutsgefährdungsquote und dem Migrationsanteil an den jeweiligen Schulen.

Bild Pixabay.com

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