Ebern. Wer sagt, dass ländliche Regionen jungen Familien nicht viel bieten können, der war wohl noch nie in Ebern.
Dass die Stadt im Herzen der Haßberge für Familien einiges bereithält, zeigte sich kürzlich wieder bei einer ganz besonderen Veranstaltung: der sogenannten Babybegrüßung, die traditionell im Café Wagner stattfindet. Dieses Mal wurden 44 kleine „Neueberner“, geboren zwischen Juni 2024 und April 2025, samt Eltern willkommen geheißen.
Was auf den ersten Blick nach einer netten Geste aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Ausdruck einer familienfreundlichen Stadtpolitik. Bürgermeister Jürgen Hennemann und sein Stellvertreter Harald Pascher nutzten den persönlichen Rahmen, um nicht nur Glückwünsche zu überbringen, sondern auch über das breite Betreuungs- und Freizeitangebot der Stadt zu informieren.
In Ebern gibt es fünf Kindertagesstätten, darunter das integrative Kinderhaus „Wunderland“, die neue Kindertagesstätte auf dem ehemaligen Berufsschulgelände sowie den Waldkindergarten am Losberg. „In Ebern ist ein Angebot zur Betreuung ab dem 1. Lebensjahr für alle ‚Neueberner‘ vorhaben,“ sagte Bürgermeister Hennemann während der Veranstaltung.
Auch in puncto Freizeitgestaltung für Kinder ist die Stadt gut aufgestellt. Insgesamt 27 Spielplätze, zahlreiche Bolzplätze, drei Kleinspielfelder, Hallen- und Freibad sowie eine Stadtbücherei bieten vielfältige Möglichkeiten für Spiel, Sport und Begegnung. In den letzten Jahren wurden zudem viele Spielplätze modernisiert, so etwa durch neue Klettergerüste in der Beethovenstraße und in Fischbach.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Engagement der örtlichen Vereine, die vielfältige Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien bereithalten. Hennemann appellierte an die Familien, sich einzubringen: „Wir bitten das zu unterstützen und sich einzubringen, nur so können die Angebote aufrecht erhalten und unsere Gesellschaft funktionieren.“
Die Babybegrüßung selbst fand an zwei Nachmittagen im Café Wagner statt, das inzwischen als inklusives Café der Diakonie neu eröffnet wurde. Bei Kaffee und Kuchen konnten sich Eltern austauschen und Fragen stellen – etwa zu Schwimmkursen oder Krabbelgruppen. Diese Themen sollen künftig in einem Faltblatt zusammengefasst und im Verwaltungsblatt veröffentlicht werden.
Als kleines Willkommensgeschenk erhielten die Familien eine Zehnerkarte für das Eberner Freibad – gedacht für die ersten Ausflüge mit dem Nachwuchs ins kühle Nass. Auch ein „Lützel“ – ein kuscheliges Stofftier – wurde überreicht und erfreute sich sofort großer Beliebtheit bei den Jüngsten.
Im Bild: Bürgermeister Jürgen Hennemann hält einen „Neueberner“, 2. Bürgermeister Harald Pascher hält das Eberner Maskottchen, Plüschtier “Lützel“, das allen Babys als Geschenk mitgegeben wurde. Foto: Stadt Ebern




