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Jede dritte Probe im Kreis Haßberge über dem Grenzwert

5. Juni 2026

Kreis Haßberge. In den vergangenen fünf Jahren hat der VSR-Gewässerschutz im Kreis Haßberge nach eigenen Angaben insgesamt 45 Brunnenwasserproben auf Nitrat untersucht.

Die Proben wurden entweder direkt am Labormobil in verschiedenen Städten des Landkreises abgegeben oder per Post zur Analyse eingesandt. Nun hat die Organisation die Ergebnisse aus den Jahren 2021 bis 2025 zusammengefasst.

Demnach überschritten 31,1 Prozent der untersuchten Proben den Grenzwert der Nitratrichtlinie von 50 Milligramm Nitrat pro Liter. Bei 6,7 Prozent der Proben lagen die Werte laut VSR-Gewässerschutz sogar über 100 Milligramm pro Liter. „Es zeigt sich, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um die Nitratbelastung zu senken“, erklärt Harald Gülzow, der die Untersuchungen im Kreis Haßberge nach Angaben des Vereins von Anfang an begleitet.

Die belasteten Gartenbrunnen liegen laut VSR-Gewässerschutz außerhalb der Wasserschutzgebiete der öffentlichen Trinkwasserversorgung. Gerade dort hätten viele Wasserversorger bereits frühzeitig Maßnahmen ergriffen und freiwillige Kooperationen mit Landwirten aufgebaut. Durch effizienteres Düngen und gewässerschonendere Anbausysteme könne die Nitratbelastung im Grundwasser langfristig verringert werden.

Der Verein fordert deshalb, die Belastung auch außerhalb von Wasserschutzgebieten stärker in den Blick zu nehmen. Brunnenwasser solle im Garten ohne gesundheitliche Risiken für Mensch und Tier genutzt werden können. Auch in diesem Jahr will der VSR-Gewässerschutz wieder mit dem Labormobil in den Kreis Haßberge kommen. Weitere Ergebnisse, Grafiken und Termine sind unter www.vsr-gewaesserschutz.de zu finden.

Foto: Pixabay.com

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