Allgemein Eltmann

Unternehmer aus dem Landkreis startet eine Charity-Aktion mit der DKMS – Ein Schuh, der Leben retten kann

19. Juni 2026

Eltmann. Wer hätte gedacht, dass ein Turnschuh aus dem Landkreis Haßberge Leben retten kann?

Benjamin Dorsch, Geschäftsführer des Eltmanner Start-ups Imotana, hat genau das möglich gemacht. Mit einem besonderen Sneaker, der in Kooperation mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei entstanden ist, verbindet der 43-jährige Ebelsbacher Unternehmergeist mit sozialem Engagement.

Dabei ist Dorsch in der Region längst kein Unbekannter mehr. Der einstige Torhüter des FC Augsfeld hat mit Imotana seit 2020 etwas aufgebaut, das in der Fußballwelt für Aufsehen sorgt: maßgefertigte Fußballschuhe für jedermann. Was bislang nur Superstars wie Messi oder Ronaldo vorbehalten war, macht Imotana mit einer eigenen App möglich. Der Fuß wird per Smartphone gescannt, eine künstliche Intelligenz berechnet daraus den perfekten Schuh, und über einen 3D-Konfigurator mit fast vier Millionen möglichen Designs gestaltet jeder Spieler sein persönliches Unikat. Unter 200 Euro soll der Spaß kosten, also durchaus erschwinglich gemessen an dem, was die großen Marken für ihre Topmodelle verlangen.

Seit Anfang des Jahres hat Dorsch das Sortiment erweitert. Imotana bringt nun auch klassische Sneaker auf den Markt und holt damit den Stil vom Rasen auf die Straße. Und als wäre das nicht genug, bietet das Unternehmen inzwischen auch Corporate Footwear an: Firmen können sich ihre Schuhe in Unternehmensfarben gestalten lassen, mit eigenem Logo und individuellen Details. Ein Angebot, das Dorsch bereits erfolgreich deutschlandweit vertreibt.

Den neuesten Sneaker hat der Unternehmer jedoch einem ganz besonderen Zweck gewidmet. Das Modell trägt den Namen „Match“, auf Deutsch Treffer, und ist in Zusammenarbeit mit der DKMS entstanden. Die Idee dazu kam Dorsch, als er ein Video des Fußballprofis Eren Dinkci sah, in dem dieser auf die Leukämieerkrankung seiner Freundin aufmerksam machte und zur Registrierung als Stammzellspender aufrief. „Warum nicht mit einem Schuh auf die DKMS aufmerksam machen?“, dachte sich Dorsch. Gesagt, getan: Innerhalb einer Woche war die Kooperation mit der gemeinnützigen Organisation unter Dach und Fach. Dorsch stellte das erste Exemplar des Sneakers persönlich im DKMS-Büro in Köln vor.

Pro verkauftem Paar fließen 15 Euro als Spende an die DKMS. Der Sneaker, der in Europa produziert wird, ist in den Größen 35 bis 45 erhältlich und kostet 89 Euro. In der Schuhzunge ist ein QR-Code eingearbeitet, über den sich Interessierte direkt als potenzielle Stammzellspender registrieren können. Denn der Bedarf ist groß: In Deutschland erhält alle zwölf Minuten ein Mensch die Diagnose Blutkrebs, viele Betroffene sind ohne eine Stammzellspende nicht zu retten.

DKMS-Geschäftsführerin Deborah Buk zeigte sich von der Idee begeistert: „Unter dem Motto ‚BE A MATCH‘ macht das Projekt sichtbar, worum es bei unserer täglichen Arbeit geht: möglichst viele Menschen für die Stammzellspende zu gewinnen und Blutkrebspatienten weltweit eine zweite Lebenschance zu ermöglichen.“

Wer sich registrieren möchte, findet weitere Informationen unter www.dkms.de/aktiv-werden. Und wer gleichzeitig einen richtig guten Schuh tragen möchte, der mehr kann als gut aussehen, der wird bei Imotana fündig.

Im Bild: Ein Schuh der Leben retten kann! IMOTANA-Geschäftsführer Benjamin Dorsch aus Eltmann startet gemeinsam mit DKMS-Geschäftsführerin Deborah Buk eine Charity-Aktion. Er entwickelte für die DKMS einen Sneaker, bei dessen Verkauf direkt 15 Euro der gemeinnützigen Organisation gespendet werden. Foto: DKMS

Dies könnte Ihnen auch gefallen