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Eberner Bachmuscheln sorgen für überregionale Aufmerksamkeit

17. Juli 2026

Ebern. Die seltene Bachmuschel in der Baunach hat in der vergangenen Woche auch überregional für Aufmerksamkeit gesorgt.

Der Bayerische Rundfunk berichtete über das Vorkommen bei Ebern und das Artenschutzprojekt, mit dem die streng geschützte Muschel erhalten werden soll. Für die Aufnahmen war Anfang Juli ein Fernsehteam an der Baunach unterwegs.

Entdeckt wurde das Vorkommen im Herbst 2024, anschließend bestätigte die Technische Universität München den Fund. In ganz Unterfranken ist nach Angaben der Baunach-Allianz nur noch ein weiteres Vorkommen bei Kitzingen bekannt. Die Bachmuschel lebt in sauberen, eher kühlen Gewässern mit sandig-kiesigem Grund und gilt als Hinweis auf einen intakten Lebensraum. Bis zu vier Liter Wasser kann ein einzelnes Tier pro Stunde filtern.

Außergewöhnlich ist auch ihre Fortpflanzung: Die Larven entwickeln sich zunächst an den Kiemen bestimmter Fischarten. Nach einigen Wochen lösen sie sich, sinken auf den Gewässergrund und bleiben dort mehrere Jahre verborgen. Nur ein sehr kleiner Teil erreicht das Erwachsenenalter.

Gefährdet wird die Bachmuschel durch Veränderungen des Gewässers, schlechtere Wasserqualität und den Rückgang geeigneter Wirtsfische. Auch der Bisam kann den Bestand bedrohen, da das aus Nordamerika stammende Nagetier Muscheln frisst. Im vergangenen Jahr wurden deshalb entlang der Baunach zwischen Eyrichshof und dem Zusammenfluss mit dem Mühlbach spezielle Fallen aufgestellt. Ob diese Maßnahme aktuell fortgeführt wird, geht aus den jüngsten Mitteilungen nicht hervor.

Für den Schutz des seltenen Vorkommens arbeiten Naturschutz, Fischerei, Jagd und Kommunen zusammen. Der Beitrag des Bayerischen Rundfunks zeigt, dass der unscheinbare Bewohner der Baunach inzwischen weit über die Region hinaus Interesse weckt.

Im Bild: Ein Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks war an der Baunach in Ebern unterwegs, um über das seltene Vorkommen der Bachmuschel und das Artenschutzprojekt der Baunach-Allianz zu berichten. Foto: privat

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