Haßfurt. Wie aus Forschung Innovation wird, zeigte der Besuch der Stifter-Unternehmen im Technologietransferzentrum Haßfurt (TTZ-HAS).
Im Mittelpunkt stand ein Vortrag von Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Johannes Krückel, der die Gäste in die Welt moderner Kunststofftechnologien mitnahm.
Prof. Krückel und sein Team stellten die aktuellen Forschungsfelder vor – von Materialprüfung über Recyclingprozesse bis hin zu neuen Rohrwerkstoffen mit biobasierten Rohstoffen. Besonders beeindruckend war die weiter gewachsene technische Ausstattung des Zentrums – vom Hochdruckkapillarrheometer bis zur Mini-Spritzgießmaschine –, die praxisnahe Forschung auf hohem Niveau ermöglicht.
Ein Schwerpunkt lag auf den laufenden Forschungsprojekten, darunter das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt KARE, das Kompetenzen für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft im Bereich Kunststoffe aufbaut. Das Haßfurter Zentrum und andere Fakultäten der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt arbeiten dabei mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie an ressourcenschonenden Lösungen.
Mit sichtbarem Stolz berichtete Prof. Krückel über die engagierten Studierenden, die in Bachelor- und Masterarbeiten zu Themen wie Recycling, Materialcharakterisierung und Prozessoptimierung forschen. „Unsere jungen Talente sind der Motor der Zukunft – hier in Haßfurt entstehen nicht nur neue Werkstoffe, sondern auch neue Köpfe für die Industrie“, betonte er.
Der Besuch endete mit einem Rundgang durch Labore und Werkhallen, bei dem die Gäste erleben konnten, wie aus Theorie greifbare Technologie wird. Viele Stifterinnen und Stifter zeigten sich beeindruckt von der Dynamik und dem Fortschrittsgeist im TTZ-HAS.
„Hier wird sichtbar, was entstehen kann, wenn Wissenschaft, Wirtschaft und Engagement zusammenkommen“, fasste eine Stifterin zusammen. „Das Technologiezentrum Haßfurt bleibt damit ein Leuchtturmprojekt für angewandte Forschung und ein Beispiel dafür, wie Tradition und Zukunft gemeinsam wirken können“, so Landrat Wilhelm Schneider. Beim Neubau für die endgültige Unterbringung des Transferzentrums liege man im Zeit- und Kostenplan.
Im Bild: Interessante Einblicke ins Technologietransferzentrum erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Stiftertreffens. Foto: Michael Brehm/LRA




